Problemmanagement / Schnittstellenkopplung (PMS)

Das Problem...

Die steigenden Ansprüche an Qualität und deren Dokumentierbarkeit erfordern einen weit reichenden Einsatz rechnergestützter Systeme und Verfahren für das Fehlermanagement. Diese Systeme werden nach vielfältigen Kriterien ausgewählt, jedoch fehlt oft eine sichere Interaktion mit den Systemen anderer an der Fertigungskette beteiligten Unternehmen oder Abteilungen. Ist diese jedoch gefordert, muss entweder ein ‚passendes‘ System eingesetzt werden oder die Kopplung der Systeme erfolgt aufwändig und fehleranfällig manuell mit Excel-Listen, Copy und Paste und per Email.

Auch ist nicht bei jedem Zulieferer ein ‚großes‘ und damit arbeitsaufwändiges Fehlermanagementsystem vorhanden, um vom Kunden gefordertes Feedback zu Fehlermeldungen abgeben zu können .

...die Lösung

Ursprünglich als Clientanbindung für Lieferanten der BMW AG wurde eine Anwendung für den Datenaustausch zwischen Zulieferern und dem Autobauer über das Partnerportal GIS entwickelt. Diese Anwendung bildet den vom Autobauer geforderten Lieferanten-Workflow ab, überträgt die entsprechenden Daten und Attachments, nimmt das (Fortschritt-) Feedback des Lieferanten auf und überträgt dies zurück in das Fehlermanagementsystem bei BMW.

Für einen weiteren Zulieferer wurde das System um eine Anbindung an Synergy Change bzw. heute IBM Change ergänzt und als reine Schnittstelle eingesetzt. Angebunden wird über die Perl-Schnittstelle von Change, Daten werden per XML ausgetauscht. Unterstützt wird der Transfer von Attributen (auch aggregiert/deaggregiert), Status‘ und Attachments in beide Richtungen.

Ergänzt wird das System mit einer Kopplung an Atlassian Jira. Die Kopplung erfolgt hier über die SOAP-Schnittstelle von Jira und überträgt in analoger Weise wie bei der Change-Koppung Attribute, Status‘ und Attachments in beide Richtungen.

In einem weiteren Schritt erfolgte die Anbindung an KPMweb bei der Volkswagen AG, welches im Besonderen bei Audi eingesetzt wird. Auch hier wird der geforderte (abweichende) Lieferanten-Workflow vollständig unterstützt und bedient. Neben den durch die CSV-Schnittstelle von KPMweb bereitgestellten Daten und Attachments wird zudem Weiteres wie z.B. Dokumentenbeschreibung oder Historie ausgelesen oder in KPMweb gefüllt.

Weitere Schnittstellen können aufgrund der modularen struktur der Anwendung leicht nachgerüstet werden. So ist z.B. für anfang 2012 die Anbindung an MKS geplant. Alle Partnerschnittstellen von mDesk-SST können alternativ oder auch in Kombination eingesetzt werden. Beispielsweise wurde so eine Migration von Change nach Jira vollständig automatisch durchgeführt.